• Anfängerkurse
Termin in Vorbereitung
Unentbehrlicher Rat- geber für Anfänger und Fortgeschrittene. Jede Kata über- sichtlich auf einem Blick.
Der individuelle Beitrag zum allgemeinen Wohl gehörte in der abendländischen Tradition schon immer unverzichtbar zu einem sinnerfüllten Leben. Es war wichtig, sich für das Gemeinwesen zu interessieren und sich für dessen Befindlichkeit zu engagieren. Die Tugend der aktiven Bürgerschaft, sich für das Allgemeinwohl einzubringen, war stets sehr stark ausgeprägt
Eigentlich ist für alle Sportvereine, die den Prinzipien der basisdemokratischen Grundordnung und der selbstbestimmten Unabhängigkeit folgen wollen, das Ehrenamt eine unverzichtbare Funktion geworden. Das Ehrenamt ist und bleibt eine dynamische Kraft im Vereinssport und ist Dreh- und Angelpunkt in den Sportvereinen. Die ehrenamtlichen Mitglieder sollen Freude an der Arbeit und nicht Last und Qual empfinden.
• Umfang von Ehrenamtlichkeit in Sportvereinen
In 90 000 deutschen Sportvereinen leisten ca. 7,5 Mio. freiwillige
Mitarbeiter jährlich über 500 Mio. Stunden für rund 27 Mio.
Mitlieder ehrenamtlich Arbeit. Davon sind 1,2 Mio. auf Vorstandsebene tätig, 1,6 Mio. haben eine Funktionen wie Schiedsrichter
oder Übungsleiter und 4,7 Mio. helfen mit, Veranstaltungen durchzuführen. 8,5 Milliarden Euro beträgt der ehrenamtliche Beitrag
zur Volkswirt- schaftlichen Wertschätzung laut dem Sport entwicklungs- bericht 2005/2006.
• Sportvereine im Wettbewerb
Weil Sportvereine konkret sichtbare und erlebbare Leistungen erbringen, gehören sie zu einem Gemeinwesen. Unabhängig von Breite und
Tiefe der Angebote und Anzahl der Mitglieder gilt dies für Breitensport- und Leistungssportvereine.
Da die Menschen in der heutigen Zeit eine Vielzahl von Alternativen haben, sind die Sportvereine keine Monopolisten mehr auf dem
Sportanbietergebiet. Sie stehen im direkten Wettbewerb zu kommerziellen Sportanbietern, ebenso wie im indirekten Wettbewerb zu Freizeit-
und Kulturanbietern. Aufgrund der so niedrigen Eintrittsbarrieren in den “Sportmarkt”, bleibt dieser Wettbewerb vorhanden.
Um in diesem Wettbewerb zu bestehen muss man sich ihm stellen, d.h. für den Sportverein, das eigene Profil zu schärfen, Prioritäten
zu setzen, zielorientiert zu entscheiden, sich mit Zeitthemen auseinander zu setzen, zweckmäßige Strukturen und Abläufe zu schaffen
und “verkäuferisch” aufzutreten. Dabei geht es außerdem darum, wirtschaftlich, systematisch und zweckmäßig zu denken und Wissen und
Erfahrungen aus anderen Lebensbereichen mit einzubeziehen.
• Der Sportverein im Allgemeinen
Der Sportverein stellt einen sozialen Zusammenschluss von
sportbegeisterten Menschen jeder Altersgruppe dar. Er stellt ein umfassendes Angebot für sinnvolle Freizeitbeschäftigung
(welche in dieser Zeit immer wichtiger für die Menschen wird) und für sportliche Betätigung dar mit dem Ziel der Vermittlung
sportlicher Fertigkeiten und der Weitergabe organisatorischer Kenntnisse. Der moderne Sportverein hat eine Vision, die konkret formuliert und mehr als ein in der Satzung verankerter Zweck ist.
Der Verein hat festgelegte Ziele, die gemeinsam erarbeitet, schriftlich festgehalten und innerhalb eines festgelegten
Zeitrahmens zu erreichen sind.
Er ist eigenständig und unabhängig von Verbands- vorschriften, wobei er gleichzeitig Systemveränderungen antizipiert, zeitnah reagiert und sein Umfeld beobachtet. Der moderne Sportverein strafft seine Entscheidungsstrukturen, beschleunigt Entscheidungs- vorgänge und ist gleichzeitig risikofreudig und wachstumsorientiert. Er legt hohen Wert auf Qualität der Angebote und qualifizierte Mitarbeiter und geht konstruktiv und bewusst mit Macht um. Zudem schafft er Arbeitsplätze und beteiligt sich an der “sozialen Sportwirtschaft”.
• Persönliche Motive
Die meisten Ehrenamtlichen leisten ihre Arbeit aufgrund von wertvollen und wichtigen Erfahrungen, die sie sammeln wollen und weil
ehrenamtliche Helfer etwas fürs Gemeinwohl tun möchten. Sie wollen Kenntnisse und Erfahrungen erweitern, wobei für ca. 20 % ein möglicher beruflicher Nutzen von Bedeutung ist.
Aber auch Abwechslung und die Stärkung des Egos und des Selbstwertgefühls sind dabei wichtige Faktoren. Zudem entspannt beim
“Helfen” der Körper und schüttet Glückshormone aus, die ein Hochgefühl, genannt “Helper´s High”, auslösen. Helfen reduziert Stress
und wirkt wie eine Art Meditation. Das Gefühl für andere da zu sein, richtet die eigene Aufmerksamkeit auf etwas außerhalb des eigenen
Selbst.
• Schwierigkeiten im persönlichen oder beruflichen Umfeld des Ehrenamtlichen
Damit der ehrenamtliche Helfer seine freiwilligen Aufgaben gerne ausübt und bei ihm keine Selbstzweifel und Skepsis am ehrenamtlichen
Engagement entstehen, sollte seine Familie mit ihm an einem Strang ziehen. Es sind im Großen und Ganzen drei Lebensbereiche in Einklang
zu bringen: der Beruf, die Familie und das Ehrenamt. Persönliche Zufriedenheit besteht nur, wenn die Balance zwischen diesen Bereichen
stimmt. Dabei ist es wichtig, sich immer wieder selbstkritisch zu überprüfen. Was ist mir wichtig, was habe ich bisher erreicht, was
will ich erreichen, was kann ich einbringen, was denkt mein persönliches Umfeld über mein Engagement, wie würde es mir ohne das Ehrenamt
gehen und was bringt mir im Ehrenamt ein gutes Gefühl? Es geht darum, herauszufinden, wo die eigene Schmerzgrenze liegt.
• Bedeutung des Ehrenamtes
Die Rolle des Ehrenamtes im Sportverein kann man als sehr wichtig, ja, fast essentiell, ansehen.
Der Sportverein ist ein freiwilliger Zusammenschluss mit Leuten, die das gleiche Interesse haben. Die Sportart selbst und der Kontakt mit ähnlich orientierten Menschen sind dabei ausschlaggebend.
Es geht darum, gemeinsam Spaß zu haben und zusammen beschlossene Ziele in der Gruppe oder im Team zu erreichen.
Dass jeder etwas dazu beitragen kann, ist schön, besonders für Menschen, die dies gerne und freiwillig tun. Man kann sich selbst einbringen und etwas erreichen, wobei nicht der Druck des “Muss” dahinter steht bzw. stehen sollte.
Die gemeinsame Freude am Sport und das gemeinsame “Tun” belohnt hierbei die harte Arbeit, die die Ehrenamtlichen einbringen.
Im Sportverein spielt das Ehrenamt eine herausragende Rolle.