Wir suchen einen weiteren, im Umgang mit Kinder motivierten und engagierten 1.Kyu oder DAN-Träger. Interessenten mögen sich bitte melden per Mail oder Tel. siehe Impressum.
• Anfängerkurse
Termin in Vorbereitung
• Literaturempfehlung
27 Shotokan Katas
Albrecht Pflüger, 7.DAN
Unentbehrlicher Rat- geber für Anfänger und Fortgeschrittene. Jede Kata über- sichtlich auf einem Blick.
• Extras
• kostenlose Einsteigerkurse
• Drei Trainingseinheiten id Woche
• Geringe Monatsbeiträge
• Familienkarte
• Carpe diem Nutze den Tag
Teilhabeleistung LK Goslar mehr Fördermitglied werden mehr Sportehrenamtscard mehr Deut. Sportausweis mehr KKB-Kampfkunst-Board mehr
• Karate im DKV
22nd World Karate Championschips
6.-9.11.2014, Bremen
Ursprünglich wurde Kata als Höchstform des Karate angesehen
„Die Kata darf nicht verändert werden, im Kampf jedoch gilt das Gegenteil.
-kata wa tadashiku, jissen wa betsu mono”
Jede Kata zeigt Angriffe verschiedener imaginärer Gegner aus
unterschiedlichen Richtungen und wie sie abgewehrt und gekontert werden.
Es gibt rund 50 Shotokan Kata, viele davon sind uralt, Ursprung und Namen sind nicht mehr eindeutig auszumachen. Die Bewegungsrichtung in einer Kata folgt einem festgelegten Schrittdiagramm (Embusen), und
je nach Kata müssen ihre charakteristischen Bewegen und Techniken z.B. mal betont kraftvoll, mal schnell und dynamisch vorgetragen werden.
In einer gut vorgetragenen Kata wird das Auge eines Beobachter einen scheinbar ‘realen’ Kampf gegen mehrere Gegner erkennen.
Bunkai, die Anwendung zur Kata
Im Karate wird das Wort Bunkai für die praktische Anwendung eine Kata verwendet. Es besteht eine enge Verbindung zwischen den beiden Begriffen man kann unmöglich von Bunkai sprechen ohne
gleichzeitig die Kata zu erwähnen, da die Praxis des einen die Kenntnis des anderen voraussetzt.
Eine erste Basisform von Bunkai besteht darin, beim Ausführen einer Kata den bzw. die Gegner,
gegen die man sich verteidigen muss, zu visualisieren und deren Angriffe beim ausführen der Technik zu kontern.
Es ist notwendig, die Kata zu studieren, indem man einen Gegner nach dem anderen bekämpft und diese Einzelkämpfe in verschiedene Kombinationen aufteilt, die durch kurze Pausen voneinander getrennt werden.
Wie bei der Ausführung einer Kata ist es ebenso beim Bunkai wichtig, einer Steigerungslinie zu folgen,
welche eine stetige Verbesserung bis hin zur vollkommenen Beherrschung der Kata ermöglicht.
Das Training des Bunkai ist sowohl körperlich als auch geistig streng an das Konzept der Schnelligkeit
gebunden: man muss bereit sein, in jeder noch so verwirrenden Situation zu reagieren; bereit sein, sich den
umständen entsprechend rückwärts oder vorwärts in jede Richtung zu bewegen und eine Abwehr in einen Angriff oder umgekehrt zu verwandeln.
Man muss instinktiv und schnell reagieren können und somit immer breit sein.
• Die Namen der Shotokan Kata und Ihre Bedeutungen
• Heian –Shodan, –Nidan, –Sandan, –Yondan, –Godan • Friedvoller Geist
• Bassai-Dai (Sho) – Die Mauern zerstören
• Unsu – Hand in den Wolken
• Kanku-Dai (Sho) – In den Himmel schauen
• Tekki – Eisenreiter
• Empi – Flug der Schwalbe
• Ji'in – Liebe und Schatten
• Jion – Tempelklang, Liebe und Güte
• Jitte – Zehn Hände
• Hangetsu – Halbmond, Dreizehn Hände
• Kankaku – Kranich auf dem Felsen
• Sochin – Ruhige Kraft, Stärke und Ruhe
• Meikyo – Reinigen des Spiegels
• Chinte – Seltene Hand
• Wankan – König und Krone
• Nijushiho-Sho – Vierundzwanzig Schritte
• Gojushiho-Dai (Sho) – 54 Schritte
Oftmals gibt es in höheren Katas zwei Formen die sich im Namen mit ´Dai´ und ´Sho´ unterscheiden,
z.B. Bassai-Dai und Bassai-Sho. So steht ´Sho´ für kleinere und ´Dai´ für größere Bewegungen.
• Einige Wege zum erlernen von Kata
Als Grundlage und Voraussetzung zum erlernen von Katas gilt immer das Beherrschen sauberer und exakter Grundtechniken.
• Trainiere Kata auch mental, trainiere täglich, selbst auf engstem Raum.
• Übe den Verlauf einer Kata zB. seitenverkehrt, ohne Armbewegungen, mit geschlossenen Augen.
• Füge in den Kataverlauf zusätzliche Fußtechniken ein, zB Yoko-Geri.
• Übe besonders die schwierigen Stellen in der Kata.
• Trainier mit Partner Kata als Synchronkata sowie verschieden Bunkaiformen.
Japanisches Frauen Nationalteam zeigt Kata Anan
als Bunkaiversion.
Erklärungen zu den Heian Katas 1– 5 1 Heian Shodan
Die Heian-shodan, ist wie der Name schon sagt, die erste Kata der Reihe.
Diese Form enthält 21 Bewegungen und wird einer Zeit von ca. 40 Sekunden ausgeführt.
Sie beinhaltet die Abwehrtechniken gedan-barai, chudan oi-zuki, tettsui uchi, age-uke und shuto-uke.
Es werden die Richtungen nach vorn (mae), zu den Seiten (yoko), zurück (ushiro) und zu den schrägen Seiten
(naname) geübt. In dieser grundlegenden Kata studiert der Übende das rechte
Spannungsverhältnis im Körper bei der Technikausführung, die Drehungen beim Richtungswechsel,
den gradlinigen Einsatz der Hüfte und die richtige Atmung. Diese Kkata, wie alle heian kata,
sollten niemals vernachlässigt werden. Die fortgeschrittenen Schüler üben innerhalb dieser
Formen jedoch andere Schwerpunkte. Alle heian kata haben damit den gleichen Stellenwert, wie hohe Meisterkata.
2 Heian Nidan
Diese Form ist die zweite kata im Shotokan-ryu. In vielen Stilrichtungen wird sie
jedoch als erste kata geübt. Sie umfasst 27 Bewegungen und wird in ca. 40
Sekunden ausgeführt. Technisch gesehen ist sie schon anspruchsvoller als die
Heian-shodan und beinhaltet einige weitere Techniken dazu: yoko geri keage, mae geri keage,
uraken uchi, te osae uke und nukite zuki. Als grundlegendes Prinzip lehrt diese Form das Überdrehen
der gegenseiteitigen Hüfte ins gyaku-hanmi, auch Gyaku-Prinzip genannt. Im Gegensatz zur Heian-shodan wird
in der Heian-nidan die mittlere Distanz des karate bedient.
3 Heian Sandan
Die Heian-sandan umfasst 20 Bewegungen und stellt damit
die kleinste kata der Heian-Reihe dar. Sie wird in einer Zeit
von ca. 40 Sekunden ausgeführt. Diese Zeiten können immer je nach Übenden variieren,
da jeder Ausführende unterschiedliche Atmungszyklen hat. Diese dritte Form
stellt den Einstieg in den Nahkampf des karate dar und ist die Grundlage für die
spätere kata Tekki-shodan bis Tekki-sandan, da sie sich mit der Stellung kiba-dachi
beschäftigt. Sie beinhaltet außerdem verschiedene Formen des ashi-sabaki (Fuß- bzw. Beinbewegung):
gleichzeitiges Gleiten und rückwärtige Drehung.
5 Heian Godan
Die fünfte und damit letzte Kata der Heian-Reihe ist die Heian-godan.
Sie stellt auch die technisch umfangreichste Kata dar und vermittelt eine
Vielzahl von Grundprinzipien des Karate. Besonders erwähnen möchte ich mizu
nagare-gamae, eine Stellung, die am Beginn der Kata eingenommen wird. Sie ähnelt damit
der Endstellung eines kagi-zuki, beinhaltet aber das Grundprinzip aller Abwehrtechniken
des Karate. Diese technisch anspruchsvolle Kata stellt schon einen umfangreichen Kampfstil
dar
und verlangt vom Übenden ein gutes Gefühl für das Timing
und den Rhythmus. Diese Form beinhaltet 25
Bewegungen und
wird in einer Zeit von ca. 50 Sekunden ausgeführt.
4 Heian Yondan
Die vierte Form der Heian-Reihe ist die Heian-yondan.
Wie in der Heian-nidan bereits geübt, beginnt diese Kata
ebenfalls mit einer doppelten Abwehr. Diese Abwehr wird jedoch mit geöffneten Händen
ausgeführt, was eine andere Form der Anwendung bedeutet. Eine weitere Möglichkeit der
doppelten Abwehrtechniken ist der juji-uke mit geschlossenen Händen. Auch die Heian-yondan
bedient in ihrer Anwendung den Nahbereich des Karate. Einige Technikkombinationen finden wir
in der späteren Kanku-dai wieder, was darauf schließen lässt, dass die Heian-yondan aus der Kanku-dai
entwickelt wurde. Diese Kata umfasst 27 Bewegungen und wird in ca. 50 Sekunden ausgeführt.
Sie ist damit die längste Kata der Heian-Reihe.
• In seinem Buch
´27 Shotokan Katas´ schreibt Albrecht Pflüger, ua:
´Kata ist geeignet, Beherrschung der Technik und besonders die innere Haltung zu schulen: Atmung, Ruhe, Gelassenheit, Sicherheit, Entschlußkraft, Kampfgeist, Rhythmus.
Die Katas sind auch ideal zum Durchtrainieren des ganzen Körpers, weil in ihnen alle Techniken des Karate in ganz genau festgelegter Reihenfolge auftauchen. Vor allem allem durch das Studium der Katas erlernt man Harmonie und Rhythmus, gelangt zu innerer Gelassenheit, Sicherheit und Ausstrahlung. Die Koordinationsfähigkeit und die Konzentrationsfähigkeit werden durch das erlernen von Kata ebenfalls gesteigert´.
Quellennachweis, siehe Impressum:(1) Literaturempfehlung: ´27 Shotokan Katas´ von Albrecht Pflüger